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Januar Fotografiert mit X-T2 | 50–140 mm F16 | 180 Sekunden | ISO 100 Location | Brixham, Devon Filter | Lee: Graufilter mit 10 Blendstufen und 0,6-Soft-Grauverlaufsfilter

Februar Fotografiert mit X-Pro2 | 35 mm F16 | 1.024 Sekunden | ISO 200 Location | Harwich, Essex Filter | Lee: Big- und Little-Stopper-Graufilter (kombiniert) und 0,6-Soft-Grauverlaufsfilter

März Fotografiert mit X-T1 | 56 mm F16 | 50 Sekunden | ISO 100 Location | Weston-super-Mare , Somerset Filter | Lee: Little-Stopper-Graufilter

April Fotografiert mit X-T1 | 55–200 mm F22 | 30 Sekunden | ISO 200 Location | Whitstable, Kent Filter | Lee: ProGlass-Graufilter mit 3 Blendstufen

Mai Fotografiert mit X-T1 | 10–24 mm F16 | 20 Sekunden | ISO 100 Location | Bassenthwaite, Cumbria Filter | Lee: Little-Stopper-Graufilter und 0,6-Soft-Grauverlaufsfilter

Juni Fotografiert mit X-Pro1 | 14 mm F16 | 180 Sekunden | ISO 200 Location | Beachy Head, Sussex Filter | Lee: Big-Stopper-Graufilter und 0,6-Hard-Grauverlaufsfilter

Juli Fotografiert mit GFX 50S | 32–64 mm F10 | 205 Sekunden | ISO 100 Location | Pett Level, Sussex Filter | Lee: Big-Stopper- plus 0,6-ProGlass-Graufilter und 0,6-Soft-Grauverlaufsfilter

August Fotografiert mit X-T1 | 56 mm F8 | 220 Sekunden | ISO 200 Location | Portsmouth, Hampshire Filter | Lee: Big-Stopper-Graufilter und 0,6-Soft-Grauverlaufsfilter

September Fotografiert mit X-T1 | 10–24 mm F18 | 170 Sekunden | ISO 200 Location | Whitby, North Yorkshire Filter | Lee: Little-Stopper-Graufilter und 0,6-Hard-Grauverlaufsfilter

Oktober Fotografiert mit X-T1 | 50–140 mm F5.6 | 70 Sekunden | ISO 200 Location | Bewl Water, Kent Filter | Lee: Big-Stopper-Graufilter und 0,6-Soft-Grauverlaufsfilter

November Fotografiert mit X-T1 | 35 mm F8 | 205 Sekunden | ISO 200 Location | Charmouth, Dorset Filter | Lee: Little-Stopper- plus ProGlass-Graufilter mit 3 Blendstufen und 0,6-Hard-Grauverlaufsfilter

Dezember Fotografiert mit X-T1 | 50–140 mm F14 | 210 Sekunden | ISO 200 Location | New York City Filter | Lee: Big-Stopper-Graufilter mit 10 Blendstufen

Trost

In einer Zeit, in der wir immer besser vernetzt scheinen, haben wir den Bezug zu unserer eigentlichen Umgebung verloren. Wir sind viel zu fixiert auf den kleinen Bildschirm in unserer Hand. Wir sind fast schon besessen von unserer vermeintlichen Popularität und wollen mit den Bildern, die wir teilen, Likes und Kommentare abgreifen, um unser vom Alltag gebeuteltes Ego zu streicheln.

In unserem Leben herrscht unheimlich viel Krach. Die virtuelle Geräuschkulisse, die ständig nach Aufmerksamkeit und Reaktionen verlangt, lenkt uns so stark ab, dass wir uns nicht mehr auf die wirklich wichtigen Dinge im realen Leben konzentrieren können.

Ich war selbst davon betroffen und habe mich nur über meine Rolle als Bildredakteur bei der Times definiert. Ich beugte mich einer Maschinerie, die meine Seele keineswegs erfüllte, sondern alles, was von ihr übrig blieb, verschlang – und wurde schließlich extrem krank. Ich hatte mich bei dem Versuch, jeden glücklich zu machen, komplett selbst verloren. Meetings, Deadlines und das starke Bedürfnis, zu beweisen, dass ich meinen Job und meinen Platz im Leben wert war, fraßen mich komplett auf.

Letzten Endes entschied ich mich dazu, den meisten materialistischen Werten, nach denen wir streben, den Rücken zu kehren. Die übrigen schüttelte ich durch verschiedene Entscheidungen ab, die ich im Leben getroffen hatte.

Depressionen führten zu weißem Rauschen in meinem Kopf. Um mich selbst von diesem inneren Schmerz zu befreien, wollte ich Ruhe in meiner Arbeit finden. Die Bilder, die ich jetzt schaffe, sind nur für mich und fangen immer einen emotionalen, spirituellen und seelischen Moment ein. Der Ort, an dem ich arbeite, wird ein Teil von mir und ich bin absolut präsent und beobachte aufmerksam alles, was um mich herum geschieht.

Ich habe sehr lange gebraucht, um zu begreifen, dass man erst zufrieden ist, wenn man innehält, ganz still ist und zulässt, dass die Ruhe des Lebens und der weiten Natur den Lärm und den Materialismus der restlichen Welt ausblendet.

In der Geräuschlosigkeit meiner Fotografie finde ich Frieden und Stille.

Fotografie bedeutet für mich, den Wind auf meiner Haut zu spüren, zu genießen, wie das Sonnenlicht meinen Körper wärmt, die salzige Gischt des Meeres zu schmecken, den Geruch des Landes einzuatmen und mich am Farbenspiel der Sonne zu erfreuen, die sich ihren Weg am Himmel bahnt.

Draußen zu sein und ganz allein den Geist der Umgebung in all seiner Klarheit zu spüren – das zeichnet Fotografie für mich aus.

Und diese Zeit der Klarheit ist für mich Heilung – ein Augenblick voller Trost.